Zweite Ausstellung: Anneli Schütz, Phillip Zach, Daniela Milosevic (Objekte); Andrea Vollmer (Foto); Sarah Borree (Foto); Johannes Franz (Video)
Am Dienstag erhält Clayonnage Compacte ein komplett neues Innenleben: Wir eröffnen die zweite Runde der Kunstausstellung. Sie wird bis zum Ende des Festivals zu sehen sein. Es stellen 6 weitere von uns geschätzte KünstlerInnen einige ihrer Arbeiten aus:
Phillip Zach, Anneli Schütz & Daniela Milosevic zeigen ausgehend von unterschiedlichen Positionen Werke, deren Ursprung nicht ausschließlich in der Malerei liegt und die dennoch sowohl direkt als auch indirekt auf das Medium verweisen. Von einer flachen Oberfläche ausgehend, liegt der Fokus dieser drei Künstler nicht auf der Zweidimensionalität der Arbeiten. Vielmehr entstanden die Werke in vielschichtigen Arbeitprozessen, die eine radikale Öffnung hin zu anderen Medien zeigen, sei es Graphik, Skulptur, Installation, Performance oder Film. Die Bedingungen des Medium werden gesprengt, trotzdem bleiben eindeutige Referenzen zur Malerei - zum Teil nicht einzig durch die Verwendung der Leinwand als „Malgrund”.
Außerdem stellt Sarah Boree eine Reihe ihrer Fotografien aus: Sie hat Architektur studiert, weil sie vom Einfluss der Räume auf die Handlungen und Gefühle der sich in ihnen Bewegenden fasziniert war. Doch letztendlich hat für sie das Fotografieren immer mehr an Bedeutung gewonnen, weil sie vielmehr die theoretische und künstlerische Auseinandersetzung mit dem Vorhandenen sucht. Der Fokus liegt dabei auf einer sinnlichen Wahrnehmung von Räumen, die neben der theoretischen Thematisierung ihren Ausdruck in künstlerisch auditiven, visuellen oder narrativen Arbeiten findet.
Die Fünfte im Bunde ist Andrea Vollmer, die als freie Fotografin in Berlin lebt, nachdem sie in Hannover studiert hat. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit ihr und ihren Fotos. Andrea war nämlich die Allererste, die damals im Salon Clémentine Clayonnage ausgestellt hat. Ein immer wiederkehrendes Sujet ihrer Fotoprojekte sind inszenierte Porträts.
Die Videoinstallation in der Bar macht Johannes Franz, der an der HfbK in der Klasse Marie José Burki studiert. In seiner Installation „Mandarinen und Netz” setzt er sich mit der Ästhetik des Zerschellens auseinander: Wie der Amerikanische Traum des Großmeisters der Pyromanen Michelangelo Antonioni in seinem Meisterwerk genüsslich inszeniert und sein Kollaps in Slowmotion exegiert wird, so muss der Namensgeber dieser Veranstaltung mit seinem Namen einstehen für Versprochenes, Zerbrochenes.
Musikalisch begleitet wird die Vernissage von den DJs The Hairy Cowboy und Jacob The Butcher, über die Ihr Euch im nächsten Text schlau machen könnt.